Bei e-NRW in Neuss geht es thematisch um die Digitalisierung und IT-gestützte Verwaltungsmodernisierung. Im Gespräch mit unseren Organisations- und Digitalisierungsexperten Jessica Lehmann und Thomas Weingarten-Lippmann interviewt DA+ Blogger Firat Coskun die beiden über ihre Erlebnisse.

Wie hat euch die Veranstaltung gefallen?

Jessica Lehmann: Ich war ja nicht das erste Mal da und ich muss sagen, dass war wie jedes Jahr eine ganz nette Veranstaltung. Wir hatten ein bisschen Pech mit unserem Platz und standen ein bisschen Abseits vom Schuss. Das hat die Leute jedoch nicht daran gehindert, zu uns zu kommen und mit uns das Gespräch zu suchen, sich auszutauschen und tatsächlich auch Folgetermine zu generieren.

Thomas Weingarten-Lippmann: Ich glaube es gab 450 bis 500 Teilnehmer – das war sehr übersichtlich und man konnte an allen Veranstaltungen gut teilnehmen. Das war nicht so überlaufen und es waren viele interessante Menschen dort. Ansonsten schließe ich mich dem an was Jessica gesagt hat. Unser Standort war ein bisschen unglücklich gewählt.

Gab es etwas wo Ihr sagt: Das war richtig super! Oder: Ne, das hat uns jetzt nicht so gut gefallen?

Thomas Weingarten-Lippmann: Also richtig super war unser Vortrag (lacht). Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen bekommen und zwar über die Art und Weise, wie wir den Vortrag gehalten haben. Wir haben uns die Bälle ganz gut zugespielt und nicht versucht, in 15 Minuten ein Konzept oder ein Programm zu erklären, sondern die Menschen neugierig auf uns und die Art, wie wir arbeiten, gemacht.

Jessica Lehmann: Auch die Eröffnungsrede von Pinkwart war gut aber „sehr meta“, wie man so schön sagt. Ich glaube allerdings, obwohl es oft das Gleiche ist, was man auf Messen und Kongressen hört: es ist wichtig für die Besucher. Wir hatten schon den Eindruck – und damit beantworte ich die zweite Frage, was nicht so gut war – dass aufgrund der gleichen Leute tatsächlich nicht immer die Digitalisierer da waren, die wir uns gewünscht hätten.

Worum ging es in Eurem Vortrag und was habt Ihr am Stand gemacht?

Thomas Weingarten-Lippmann: Im Vortrag war unsere Hauptidee, dass wir ein bisschen etwas Anderes machen und die Aufmerksamkeit auf uns lenken. Das ist uns glaube ich ganz gut gelungen. Wir haben das Thema Star Trek gewählt. Dabei sind wir ein bisschen in die Vergangenheit von Science-Fiction-Serie zurückgegangen und haben im Prinzip dem Kunden oder dem Zuhörer erstmal erzählt: Wie digital sind wir denn heutzutage? Was hat sich damals die Crew von Star Trek überlegt, was passiert in der Zukunft im Jahre 2200 und wo sind wir eigentlich schon gelandet? Und wir haben gesagt: „Mensch, so innovativ und so mutig wie damals die Crew von Star Trek / Raumschiff Enterprise war, so mutig sollte heute auch die Verwaltung sein.“ Viele trauen sich einfach nicht, etwas in diese Richtung anzustoßen, weil sie Angst haben, das Falsche zu tun oder sie glauben „der Sturm der Digitalisierung geht an uns vorüber“. Und wir wollten deutlich machen: „Mensch, seid mutig und macht was!“ Und am Stand…

Jessica Lehmann: …am Stand haben wir vor allem Präsenz gezeigt und tatsächlich das gemacht, wofür man im Vortrag keine Zeit hatte. Wir haben darüber informiert, was wir bei DA+ oder gemeinsam auch mit dem PROSOZ Institut für Sozialforschung eigentlich machen, wo unsere Arbeitsschwerpunkte liegen und wie wir das umsetzen. Wir haben unser Rathaus vorgestellt, unsere Ansätze und Methoden, die wir dafür in unserem Methodenkoffer bereithalten. Also, wir haben da die eigentliche Informationsarbeit zu dem was wir tun geleistet.


Rathaus

Das hört sich doch ganz gut an. Gab es denn auch Gespräche, an die Ihr euch gerne zurückerinnert?

Thomas Weingarten-Lippmann: Deine Lieblinge von der NRW-Bank…

Jessica Lehmann: …Ja, also tatsächlich war es ganz nett, da wir auf dem ÖV-Symposium schon Kontakt mit der NRW-Bank geknüpft hatten. Und durch Zufall war ein anderer Mitarbeiter der NRW-Bank bei uns im Vortrag , so dass auch über das Thema „Star Trek“ nochmal eine Gemeinsamkeit entwickelt oder festgestellt wurde. Wir hatten auch einen Termin in Münster vor Ort bei der NRW-Bank. Dort haben wir gemerkt, dass es auch dort schon in eine Richtung geht, wie auch wir denken, arbeiten und wie wir Digitalisierung sehen. Und das war auf jeden Fall ein lockeres nettes Gespräch, das durchaus viel Inhalt hatte und für alle Beteiligten ein Mehrwert gezeigt hat.

Thomas Weingarten-Lippmann: Was mir auch gefallen hat einfach zu sehen: „Wir sind ein bisschen anders in unserer Herangehensweise“. Allein schon, wie wir uns präsentieren. Natürlich haben wir einen Stand und dieser Stand unterscheidet sich möglicherweise nicht viel von anderen. Wir haben keine Werbegeschenke nur unsere Roll-Ups und dergleichen. Das war auch so die Rückmeldung vom Herrn Scherer, der diesen Slot bei uns moderiert hat. Er sagte: „Ja, das war mal eine andere Art und Weise – eine gute Art und Weise – auch mal was zu präsentieren. Auch über diese Geschichte von Star Trek.“


Thomas Weingarten-Lippmann im Vortrag